

Museum Gschwend
Wie unsere Vorfahren aus Notwendigkeit nachhaltig Lebten - Bachelorthesis

Dieses Ausstellungskonzept ist in Koopertion mit dem Museum Gschwend entstanden. Es bietet dank der fiktiven Zeitzeugen „Oma und Opa“ die Möglichkeit, den eigenen Umgang mit Ressourcen zu reflektieren.
Volle Depots, überfüllte Vitrinen, sanierungsbedürftige Gebäude - und keine Besucher. Die meisten kleineren Museen stehen vor ähnlichen Problemen. Das ist sehr bedauerlich, da sie einen großen Schatz bewahren: den Alltag unserer Vorfahren.
Das Thema Nachhaltigkeit wird immer größer geschrieben. Doch es ist kein neuartiges Konzept. Unsere Vorfahren wussten genau, wie man besonders sparsam mit knappen Ressourcen umgeht. Aus dem Obst im Garten wurde Marmelade gemacht, Eier wurden zu Hause konserviert und Dosen wurden wiederverwertet. Wo könnte dieses Wissen besser vermittelt werden, als im volkskundlichen Museum?

Ziel dieser Arbeit war es, ein neues Ausstellungskonzept zu entwickeln.
Es bringt den Besuchern auch ohne Führung die nachhaltigen Alltagsbräuche unserer Vorfahren näher.
Zunächst werden Oma und Opa vorgestellt
Die nächste Station ist ein Großes mechanisches Buch über die Zeit in der Oma und Opa lebten. Hier wird der Kontext aufgearbeitet um Besucher:innen ein Gesamtbild zu ermöglichen


Im nächsten Raum wurde eine Sinner-kennungs- und Audiostation konzipiert, welche Opa und Oma zum Leben erweckt.
Die Besucher:innen führen mit ihnen ein Gespräch über die Exponate im Raum und malen sich aus, wie die Menschen zu Omas und Opas Zeit gelebt haben.
Die Figuren Oma und Opa gehen trotz des unmöglich hohen Alters mit der Zeit.
Durch ihre Augen sehen Besucherinnen, was die Menschheit dem Planeten heutzutage zumutet und was man besser machen könnte.

Oma und Opa haben immer einen guten Tipp parat. Die Besucherinnen erfahren, wie sie durch Änderungen im Alltag etwas Gutes für die Umwelt tun können. Die Hinweise sind dabei nie tadelnd, sondern wohlwollend formuliert.
Durch die Figuren Oma und Opa wird ein gemeinsames Erlebnis für die Besucherinnen erschaffen. Die gehörten Inhalte sollen auch zu Gesprächen untereinander anregen. Dabei wird ein Ort der Begegnung und Diskussion erschaffen.
Die einfache Sprache und der individuelle Grad an Informationen, der durch die Gegenfragen von Opa und Oma entsteht, schafft automatisch mehrere didaktische Ebenen. Durch das Erzählen von Anekdoten, verankern sich Informationen besser im Gehirn, sodass ein Lerneffekt einsetzt.

Im Rest der Ausstellung können Oma und Opa anhand eines Chatbots in der Museums-applikation befragt werden. Mit dem entstandenen Chatverlauf kann auch nach dem Besuch nachvollzogen werden, welche Informationen im Museum abgefragt wurden.
Am Ende der Ausstellung kann ein Nachhaltig-keitstest in der Applikation gemacht werden.
Die Besucherinnen tragen sich mit ihrer Note in ein lebendes Diagramm ein. Das neue Ausstellungskonzept soll zum Nachdenken anregen und nachhaltige Handlungsanstöße geben.


Team
Anica Jacobsen
Daniela Casorati
Betreuung
Prof. Marc Guntow
Prof. Jens Döring
REFLEXION
„Durch die Zusammenarbeit mit dem Museum habe ich viel über Austragsgeber und Kundeninteraktion gelernt. Das mehrfache Testing war maßgeblich für unsere Vortschritte verantwortlich“
Meine Aufgaben
Recherche und Konzept
Appinterface Gestaltung
Interface Exponat
Gestaltung Exponat
Testing des Interfaces
Testing der Interaktion